Du kannst eine laufende Kampagne per E-Mail an deine Kontakte schicken — im Admin unter Kontakte → Kampagne senden. Wer dabei angeschrieben wird, entscheidet nicht die Liste, sondern die Rechtsgrundlage. Den Weg vom Hochladen bis hierher zeigt Deine Kunden kennen dich schon.
So läuft ein Versand
- Kampagne wählen — unter Kampagne senden stehen deine laufenden Kampagnen. Gesendet wird immer eine Kampagne: Der Knopf in der Mail führt auf ihre Landingpage, wo der Kunde bucht, anfragt oder sich bewirbt.
- Betreff und Text — beide sind frei und mit Titel und Beschreibung der Kampagne vorbefüllt; ändere sie und speichere. Bild, Knopf und der Pflichtfuß kommen aus der Kampagne und deinen Betriebsdaten.
- Testmail an dich — der Sendeknopf geht erst auf, wenn du dir die Mail einmal an deine Meldeadresse geschickt hast. Bilder, Umbrüche und der Fuß sehen im Mailprogramm anders aus als in jeder Vorschau — und hundert Kontakte blind anzuschreiben, kannst du nicht zurücknehmen.
- Die Empfängerrechnung lesen — der Sendekasten rechnet vor: alle Kontakte, minus ohne Rechtsgrundlage, minus abgemeldet, minus unzustellbar = bekommen diese Mail. Daneben drei Beispieladressen. Die erste Zahl ist deine Liste, die letzte ist die, die zählt.
- „An N Kontakte senden" — die Zahl wird beim Klick noch einmal geprüft und der Empfängerkreis in diesem Moment festgelegt. Wer sich danach abmeldet, bekommt trotzdem nichts mehr.
Drei Schranken halten den Versand auf, jede mit Link zur Stelle, an der du sie löst: Die Zustellung deiner Mails muss in Ordnung sein (das prüft der Wächter), deine Anschrift muss unter Einstellungen stehen — sie gehört in den Fuß jeder Werbemail —, und die Testmail muss an deine Meldeadresse gegangen sein.
Was in jeder Mail steht
Absender, deine Anschrift und ein Abmeldelink sind Pflicht, nicht Geschmack — deshalb kommen sie aus deinen Betriebsdaten und lassen sich nicht abschalten. Dazu Bild und Titel der Kampagne und der Knopf zur Landingpage.
Der Satz „Du bekommst diese Mail, weil du …" richtet sich nach der Rechtsgrundlage des Empfängers: Wer eingewilligt hat, liest „… dem Erhalt von Angeboten ausdrücklich zugestimmt hast". Ein Bestandskunde hat nicht zugestimmt — er liest „… Kunde bei uns bist — Bestandskunden informieren wir über eigene, ähnliche Angebote (§ 7 Abs. 3 UWG). Dem kannst du jederzeit widersprechen. Das kostet dich nichts außer den üblichen Kosten deiner Internetverbindung (Übermittlungskosten nach den Basistarifen)." Genau diesen Hinweis verlangt das Gesetz bei jeder Mail; die Formel in Klammern ist sein Wortlaut. Kosten entstehen dabei niemandem — gemeint ist nur, dass der Klick auf „Abmelden" über die eigene Internetverbindung läuft. Die Testmail zeigt den Satz, den die meisten deiner Kontakte lesen, und nennt im gelben Band jeden weiteren Satz, der hinausgeht.
Wer die Mail bekommt
Nur Kontakte mit Rechtsgrundlage: eine Einwilligung (aus deinem Anfrage-Formular mit bestätigtem Link, oder beim Import „Haben ausdrücklich zugestimmt" mit Herkunft) oder die Ausnahme für Bestandskunden nach § 7 Abs. 3 UWG. Kontakte ohne Nachweis stehen in deiner Liste, bekommen aber nichts — auch nicht versehentlich.
Erlaubnis nachholen geht nicht. Eine Mail mit der Frage „dürfen wir dir Werbung schicken?" ist selbst schon Werbung (§ 7 UWG). Deshalb gibt es diesen Knopf nicht. Adressen ohne Nachweis werden anschreibbar, wenn die Person über dein Anfrage-Formular zustimmt und den Bestätigungslink klickt — dann trägt die Einwilligung.
Große Versände laufen über Tage
Pro Tag geht nur eine feste Höchstzahl Mails hinaus — eine Schutzgrenze, damit ein großer Versand nicht das Mail-Kontingent aufbraucht, das auch Bewerbungs- und Terminbestätigungen brauchen. Ist sie erreicht, bricht nichts ab: Unter Bisherige Versände siehst du den Stand („184 von 420 verschickt", wartet), und am nächsten Tag geht es von selbst weiter. Pausierst du die Kampagne zwischendurch, steht der Versand auf angehalten und läuft weiter, sobald sie wieder veröffentlicht ist. Eine einzelne Adresse, die der Versanddienst nicht annimmt, zählt als übersprungen — der Rest geht weiter.
Zusehen, was ankommt
Unter Bisherige Versände zählt jeder Versand zugestellt · geöffnet · geklickt hoch, sobald der Versanddienst es meldet. Im Reporting erscheinen die Eingänge aus dem Versand als Kanal „E-Mail an Kontakte" — so siehst du, was die Mail wirklich gebracht hat.
Abmeldungen, unzustellbare Adressen, Beschwerden
Jede Mail trägt einen Abmeldelink, und viele Mailprogramme zeigen zusätzlich einen eigenen Abmelden-Knopf — beide wirken mit einem Klick, ohne Rückfrage. Wer sich abmeldet, steht danach mit dem Stand abgemeldet in deiner Liste und bekommt nichts mehr; zusätzlich merken wir uns einen Hash der Adresse, damit ein späterer Import derselben Liste sie nicht wieder anschreibbar macht. Meldet der Empfänger-Server „diese Adresse gibt es nicht", wird der Kontakt auf unzustellbar gesetzt. Meldet jemand deine Mail als Spam, wird er abgemeldet und gesperrt. Beides passiert von selbst — und beides schützt deine Zustellbarkeit: Wer tote Adressen weiter anschreibt, landet irgendwann bei allen im Spam-Ordner.
Achtung: Ein zweiter Versand derselben Kampagne geht wieder an alle anschreibbaren Kontakte — auch an die, die die erste Mail schon bekommen haben. Wer zwei Wochen später „noch einmal" sendet, sollte den Text ändern und wissen, dass jeder ihn zweimal bekommt.
Was du brauchst: Der Versand gehört zum BUSINESS-Plan. Kontakte verwalten und importieren kannst du in jedem Tarif — deine Liste bleibt dir erhalten.